10 Monate in Russland
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29 Jun 2010warmes Wasser. Hier in St. Petersburg wird im Sommer für 53 Tage das warme Wasser abgestellt. Irgendwie soll die Zeit zur Reparatur von den Leitungen genutzt werden, aber ich glaube kaum, dass das so lange dauert. Und man weiß vorher auch nie, wann das Wasser abgestellt wird. Manchmal wird es noch ausgeschrieben. Im Winter ist es nur ein Tag, den ich aber irgendwie nicht so wahr genommen habe. Die Heizung ist hier auch zentral gesteuert. Wenn es draussen eine bestimmte Temperatur durchgehend hat, wird die Heizung an bzw. abgestellt. Und man kann die Temperatur auch nicht selber fest legen. Ich habe hier noch nie an einer Heizung so ein Rad zum Einstellen gesehen. Deswegen haben viele auch noch eine elektrische Heizung.
Und die Zeit rennt davon. Ich habe nur noch einen ganzen Tag vor der Abreise. Und weiß gar nicht, wie ich alles noch schaffen soll, was ich mir vorgenommen habe. Aber “der Tag hat 24 Stunden und die Nacht gibt es ja auch noch”.
Hier noch ein Bild:
Am Sonntag war ich noch mal in Peterhof. Am Anfang war das Wetter nicht so gut, aber es wurde immer besser. So wie immer in letzter Zeit, man weiss morgens nicht, wie das Wetter am Abend ist.
Ich stelle hier einfach mal ein paar Bilder von Peterhof rein. Es ist da total schön. Aber es ist teuer und als Auslaender hat man keine Chance zu den niedrigern Preisen rein zu kommen. Selbst wenn man einen russischen Schuelerausweis hat. Wir haben es an vier Kassen ausprobiert und alle meinten, ihr seit keine russischen Staatsbuerger, ihr muesst mehr bezahlen. In St.Petersburg gibt es zwar unterschiedliche Preise, aber man kann mit dem Schuelerausweis zu dem niedrigern Preis rein gehen.
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16 Jun 2010Am Wochenende war das End of Stay -Camp. Wir haben uns Samstagmorgen am Bahnhof getroffen. Der Zug, den wir nehmen wollten, ist irgendwie ausgefallen und so sind wir dann erst zwei Stunden später gefahren. Was aber auch ganz gut gepasst hat, da zwei von uns erst aufgestanden sind, als sie angerufen wurden. Insgesamt waren wir auch nur neun Leute, davon 5 Betreuer und 4 deutsche Austauschschüler. Zu Beginn des Auslandsjahres waren wir acht Leute. Die Erste ist schon wieder in Deutschland. Die ist Anfang Juni gefahren. Sie hätte für den letzten Monat noch in eine andere Familie gemusst und ihren Freund in Deutschland hat sie auch vermisst. Die andern waren alle irgendwie unterwegs. Nachdem wir im Kaffeehaus etwas gefrühstückt haben, sind wir um 11 Uhr dann losgefahren. Wir sind zwei Stunden mit dem Zug gefahren. Wo wir hingefahren sind, war so eine Art Lager. Da hatten wir ein Haus, in dem wir geschlafen haben. Das Ganze hatte einen finnischen Namen und deswegen habe ich mir das irgendwie nicht merken können. Wären wir noch eine Stunde weiter gefahren, wären wir in Finnland gewesen. Da haben wir dann ein bisschen über unsere Zeit hier in Russland gesprochen und was wir in Deutschland nach unserer Rückkehr so machen wollen. An sich war nicht so viel Inhaltliches dabei. Nachmittags gab es mal eine Pause vom Dauerregen und ich bin mit ein paar andern an den See gegangen. Wir haben uns da auf den Steg gelegt, uns ausgeruht und gefreut, dass wir mal aus der Stadt raus waren, da wo etwas Natur ist. Abends haben wir noch einen Film geguckt, da gab es einen riesigen Kinosaal, mit einer großen Leinwand. Wenn die Sitze etwas gemütlicher gewesen wären, wäre es fast wie im Kino gewesen. Am nächsten Tag waren wir bis nachmittags da und sind dann wieder mit dem Zug zurückgefahren. Insgesamt war es nicht so interessant, weil nur so wenig mitgefahren sind.
Und die Zeit rennt weiter. Gestern war ich in Pawlowsk. Da ist ein großer Park und ein Schloss, das ist aber nicht so interessant. Im Moment ist hier eher Regenwetter, was auf Dauer etwas nervt, weil man draußen nichts machen kann und immer nass wird. Die Regenrinnen gehen hier ja auch nicht in die Erde, sondern direkt auf den Bürgersteig. Die Nächte werden immer kürzer. Ich glaube im Moment ist es nachts viereinhalb Stunden dunkel.
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11 Jun 2010Den einen Tag scheint die Sonne und man kann in kurzer Hose oder wie die russischen Frauen im Rock rumlaufen. Am nächsten Tag regnet es wie aus Eimern. Man muss sich hier immer spontan überlegen, was man machen kann.
Viele Russen sind jetzt in ihren Ferienhäusern oder in Ferienlagern. Ich glaube, es gibt hier für alles Lager. Es gibt Lager, wo man Schießübungen macht, oder ein Yogalager. Und da, wo die Eltern etwas mehr Geld haben, gehen die Kinder ins Ausland, auf irgendwelche Sprachschulen. Andere fahren einfach in den Urlaub. In der Stadt sind nicht mehr so viel Einheimische, aber das ist, glaube ich, auch das Beste. Im Moment ist hier alles voll mit Touristen. In der Stadt gibt es wieder viele Stadtrundfahrten. Überall sind Reisegruppen. Und alles ist einfach nur voll im Zentrum. Wenn man etwas weiter draußen ist, geht es, aber da ist dann auch überhaupt nichts mehr.
Im Moment rennt mir die Zeit davon. Es ist verrückt, wie schnell der letzte Monat vergeht. Hier mal ein paar Bilder von der Bootstour durch die Kanäle in der Innenstadt. Wir haben noch mal ganz neue Sachen gesehen, die man sonst nie im Leben sehen würde. Danach sind wir noch in meinen Lieblingspark gegangen und haben uns da einfach etwas ausgeruht. Das ist da der einzige Ort, wo keine Touristen sind.

Hier ein Bild vom Boot aus. Man kann die anderen kleinen Brücken und Kanäle sehen, die durch die ganze Innenstadt fließen.
Ab gestern haben die Ferien offizell angefangen. Aber ich war Mittwoch das letzte Mal in der Schule. Hier ist das mit dem Ferienanfang etwas anders. Die ersten sind schon vor zwei Wochen in den Urlaub gefahren. Und es meckert hier auch niemand, wenn man nicht mehr in die Schule geht. Oder erst zur dritten Stunde kommt und dann nach Vierten wieder geht.
Dienstag war die Verabschiedung von den Elftklässlern. Die Lehrer haben was gesagt, die Schulbänd hat ein paar Lieder gesungen.. Die Erstklässler waren auch dabei und genauso schick angezogen, wie die Elftklässler. Die Erstklässler haben jeder ein Geschenk von den Elfklässlern bekommen. Und dann haben die Elftklässler von den Erstklässlern etwas geschenkt bekommen. Die Feier heißt übersetzt “Letzter Schulgon”. Danach war der richtige Unterricht auch irgendwie zu Ende.
Hier in Russland sind insgesamt 3 Monate Sommerferien. Und ich habe dieses Mal auch fast 2,5 Monate Ferien, soviel wie noch nie.
Und die weißen Nächte rücken immer näher. Es ist im Moment 5,5 Stunden dunkel. Ich kann zwar noch nicht einschlafen, wenn die Sonne noch nicht untergegangen ist, aber ich werde morgens wenigstens nicht mehr von der Sonne aufgeweckt.
Tut mir Leid für die Werbung. Ich habe sie selber nicht drauf gemacht, die ist von einem Freund. Der das auf all seinen Seiten hat, damit das billiger ist.
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26 Mai 2010Ich habe es geschafft, der Text über die Fahrt in Jaroslawl ist fertig.
Letztes Wochenende war ich mit einer andern Deutschen in Jaroslawl. Wer nicht weiß, wo Jaroslawl ist, das ist in der Nähe von Moskau. Eine Stadt auf dem Goldenen Ring. Wir sind Freitagabend in den Zug in St.Petersburg eingestigen und konnten zum Glück durch fahren. Wir sind insgesamt 12 Stunden gefahren. Hier in Russland gibt es überwiegend nur Schlafwagen, andere Züge lohnen sich nicht so wirklich. Es gibt insgesamt 3 Klassen. In der niedriegsten Klasse gibt es einfach nur 50 Betten in einem Waggon. In der 2. Klasse gibt es einzelen Abteile für 4 Leute. Das Beste sind Abteile, wo nur 2 Leute rein können. Wir sind in dem 50 Betten Waggon gefahren. Das ist mit das Lustigste. Man lernt immer neue Leute kennen, wie wir dieses Mal auch. Wir haben Jungs kennen gelernt, die auf irgendein Sportinternat gehen und in einer anderen Stadt ein Wettkampf hatten. Mit denen haben wir uns bis spät in die Nacht unterhalten.
Am nächsten Tag sind wir morgens um halb sechs angekommen und wurden von dem Sohn von Freunden von Freunden aus Deutschland abgeholt. Wir sind dann mit dem Auto nach Rostv gefahren. Auch eine Stadt auf dem Goldenen Ring. Dort haben wir gefrühstückt und konnten uns dann noch mal hin legen. Wir waren alle etwas müde. Tagsüber haben wir uns dann Rostow etwas angeguckt. Viele Fotos gemacht. Endlich mal wieder ein paar Bäume. Da gab es viele schöne Kloster und alte Kirchen. Und wir haben uns einen Tag mal etwas ausgeruht. Abends wurde noch gegrillt. In Russland wird meistens Schaschliki gegrillt. Da sind dann noch viele aus der Familie gekommen. Danach sind wir da noch etwas rum gelaufen. So haben wir uns einen Tag einfach mal etwas erholt.
Am zweiten Tag sind wir morgens nach Jaroslawl. Da sind wir mit der einen Schwester in ein Kloster gefahren haben uns das angeguckt und sind danach noch in einen Zoo gefahren. Da ist mir erst auf gefallen, dass ich schon ewig nicht mehr im Zoo war. Danach haben wir uns wieder mit Andre, dem Sohn, und einem Freund von ihm getroffen und sind mit dem Dampfer über die Wolga gefahren. Danach ist noch Valja, die Tochter von der Schwester, dazu gekommen und sind zusammen etwas in der Stadt rum gelaufen.Und waren Inline skaten. Hier gibt es oft Stände, wo man sich die Teile ausleihen kann. Und dann war es schon wieder Abend und wir haben uns noch zusammen einen Film anguckt und sind um eins dann eins ins Bett. Der zweite Tag war auch schon wieder rum und wir haben viel erlebt.
Und der letzte Tag. Wir sind morgens schon um acht auf gestanden und waren mit Valja etwas shoppen . Es gibt da zwar nicht so viele Läden, aber der ein oder andere gute ist schon dabei. Und die Sachen sind da nicht so teuer, wie hier in Piter. Danach haben wir uns wieder mit Andre getroffen und mit der Freundin von seinem Bruder. Wir sind etwas Tretboot gefahren, haben aber nach 5 Minuten alle nicht mehr so wirklich Lust weiter zu treten und haben uns einfach etwas treiben lassen. Danach sind wir da noch in einem Park etwas rum gelaufen. Da gab es auch wieder eine Brücke mit vielen Schlösser an der Seite hängen. In Moskau gibt es das auch, aber da stehen Bäume an den viele Schlösser hängen. An die Bäume hängt immer ein Hochzeitspaar ein Schloss dran, wenn sie heiraten. Abends haben wir uns dann mit Larissa, der Mutter von Andre getroffen und sind mit ihr und Valja noch etwas in der Stadt rum gelaufen und haben noch ein paar neue Sachen gesehen und natürlich wieder viele Bilder. Um zehn ging es dann zum Bahnhof und wir sind wieder zurück gefahren. Und haben um 12 haben wir wieder die Jungs getroffen, die auch wieder in dem Waggon waren.
Am nächsten Tag ist der Zug um halb zwölf in St.Petersburg angekommen. Alena und ich sind noch ins Kino gegangen. Wir waren in einem viel auf Italienisch. Das ist uns aber erst aufgefallen, als der Film angefangen hat. Wir haben gedacht, das wäre einfach nur der Name. Wie “Französich für Anfänger” oder so. Aber damit war gemeint, dass der Film auf Italienisch ist, aber zum Glück mit russischem Untertitel. Uns hat der Film gefallen.
Die Zeit ist viel zu schnell rum gegangen. Uns hat es beiden super gefallen. Und wir würden beide noch mal hinfahren.
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21 Mai 2010Der Text über Jaroslawl ist in Arbeit. Ich habe viele Fotos gemacht, wahrscheinlich wird davon das ein oder andere auch zusehen sein.
Der Unterricht wird hier so langsam etwas lockerer. Heute hatten wir drei Stunden Unterricht und dann noch eine Klassenstunde. Ich fand es lustig. Die anderen mussten aufschreiben, was sie in den Ferien in jedem Monat machen. Die Schüler, die nicht wegfahren, müssen in ein Lager fahren. Wo man dann Sport macht oder die Jungs können Schießübungen machen. Dann hat die Lehrerin noch einen 3 Seiten langen Text vorgelesen, was die Schüler in den Ferien machen dürfen und wie sie sich verhalten sollen. Nicht zu spät auf die Straße gehen, kein Alkohol trinken. Für Notfälle wissen, wo die Polizeiwachen sind. Noch etwas über Erste Hilfe. Und wie man sich in Massen verhalten soll. Dafür ging auch noch einmal eine Liste rum, auf der jeder seinen Namen schreiben musste und unterschreiben, dass er einverstanden ist. Das Ganze war irgendwie von der Administration St. Petersburg.
Danach war dann noch eine große Schulfeier. Da haben Grundschulkinder, was vorgesungen und vorgetanzt. Die Schulband hat ein paar Lieder gesungen. Und es wurden ganz viele Urkunden verteilt von irgendwelchen Wettbewerben. Es gab auch Urkunden für Lehrer, die anscheint an irgendwelchen Wettbewerben teilgenommen haben. Und zwischen durch gab es noch ein kleines Theaterstück über die Geschichte der Schule. Zum Schluss wurden von der Schulleiterin die besten Schüler geehrt. Die beste Schülerin hat sogar einen Pokal bekommen, genau wie bei den Lehrern. Irgendwie waren die ganzen strengen Lehrer dabei, wo die Schüler manchmal weinend rauskommen und die Lehrer, bei denen es die meisten Hausaufgaben gibt. Nicht nur diese Lehrer, aber viele von denen. Die 10er und 11er haben laut geklatscht. Wahrscheinlich um bessere Noten zubekommen. Die Schüler, die sowieso die Schule wechseln, saßen weiterhin still da und haben nichts gemacht. Insgesamt hat das Ganze fast drei Stunden gedauert. Es war mal lustig zusehen.
Das Ganze war in einer Musikschule, da es in der Schule nicht so einen großen Saal gibt.

Das Ganze war in einer Musikschule, da es in der Schule nicht so einen großen Saal gibt.
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13 Mai 2010Nun kommt, etwas verspätet, der zweite Teil zum Tag des Sieges in Russland.
Am Sonntag war eine große Parade auf dem Roten Platz in Moskau, die auch auf den ganzen öffentlichen Fernsehkanälen gezeigt worden ist. Ich habe fünf Minuten davon zufällig mit geguckt. Merkel war auch da, die saß neben Pu tin und hat sich das Ganze live angeguckt. Es gab viele Panzer und viele Leute in Militäruniform. Ich wundere mich immer wieder, was für einen Aufstand, die sich am Tag des Sieges machen, alles schmücken, und für die Parden vorbereiten. Auch hier in St. Petersburg ist alles geschmückt. Am Nevskij Prospekt sind überall Flaggen aufgehängt. Und alle laufen mit diesen schwarz- orangen Bändern rum. Und mann gratuliert sich hier auch gegenseitig.
Alles ist geschmückt…

...selbst das Einkaufszentrum
hier mit den Farben, das das Bänchen auch hat, was alle tragen.

Und das ist das "Sankt- Geogrs Band", was alle an der Jacke haben oder wie hier an der Tasche
Am Sonntag war schlechtes Wetter und es hat die ganze Zeit geregnet, deswegen bin ich nicht zu der Parade gegangen. Aber ich habe hier noch ein Foto vom Nevskij Prospekt. Wenn ich es nicht schon mal geschrieben habe, der Nevskij Prospekt, ist die berühmteste Straße in St. Petersburg. Da gibt es viele teure Läden, Cafés. Das eine oder andere Denkmal steht da auch. Und noch mehr Läden, in die auch normale Leute rein können.

Insgesamt hat es mich fasziniert, wie das hier gefeiert wird. Das war mal interessant mit zu erleben. Die Plakate und Flaggen hängen immer noch hin der ganzen Stadt.
In den nächsten Tagen bin ich mit noch einer anderen Deutschen in Jaroslawl. Das ist eine Stadt in der Nähe von Moskau, die sehr schön sein soll. Mit etwas Glück wird es dann immer noch so schönes Wetter sein, wie im Moment.
Momentaner Sonnenstand: Die Sonne geht um 11 rum unter und ich glaube um 5 rum schon wieder auf, aber da bin ich mir nicht so ganz sicher. Mich bringt es etwas durcheinander, dass die Nächte so schnell so kurz werden. Morgens wache ich viel zu früh auf und denke immer schon, Hilfe ich habe schon wieder verschlafen, weil es so hell ist.
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8 Mai 2010
9. Mai
Morgen, am 9. Mai, wird in Russland ganz groß der “Tag des Sieges” gefeiert. Dabei wird der Sieg über Deutschland im 2. Weltkrieg gefeiert. Mir scheint es so, dass es neben Neujahr und dem 8. März einer der wichtigsten Feiertage hier ist. Der Newskij Prospekt ist fast schon seit einer Woche mit Flaggen geschmückt.
Heute gab es eine Schülerparade, wo verschiedene Schulen gegeneinander marschiert sind. Das war in der Nähe, wo ich wohne.

Angeführt von einem Panzer

Darauf ein paar ältere Leute und mehr als nur einmal die Flagge von Russland
und Luftballons in den Farben der russischen Flagge

Und die Schüler...

...und noch ein paar
Insgesamt waren es, glaube ich, 20 Schülergruppen. Alle mit unterschiedlichen Uniformen. Die einen sahen aus wie Frösche, die andern hatten Uniformen an, die man eher der Müllabfuhr zuordnen würde, oder auch typische Militäruniformen, die ein Spielzeuggewehr umhängen hatten.
Zum Schluss gab es eine Bühne. Es wurden alle Schulen aufgerufen. Und es wurden Plätze verteilt und natürlich wurden Urkunden verteilt, über die sich jeder Schulleiter freut. Und die dann groß ausgehängt werden.
Den Tag über war es mal ausnahmsweise warm, aber irgendwie auch schwül. Um acht Uhr oder so ist es auf einmal dunkel geworden. Was total ungewöhnlich ist, da die Sonne hier erst zwischen 10 und 11 untergeht. Es hat angefangen zu regen und zu blitzen und wurde so dunkel. Wenn ich aus dem Fenster geguckt habe, konnte ich nichts erkennen. Nach zehn Minuten war es wieder hell, und es hat nicht mehr geregnet. Das alles war für mich etwas komisch, und ich wundere mich etwas, dass die Schüler da überhaupt mitgemacht haben. In manchen Schulen wurden Schüler teilweise sogar vom Unterricht freigestellt, um für die Parade üben zu können.
Morgen habe ich vor zu der großen Parade am Nevskij Prospekt zu gehen. Davon kommen dann auch noch Fotos.
Ich bin 15 Jahre alt, fahre für 1 Jahr nach Russland, und werde hier darüber berichten.